Die flachwelligen Beckenlandschaften um Fulda, geprägt von tonigen Schluffen und sandigen Kiesen der Fulda-Aue, stellen spezifische Anforderungen an den Erdbau. Gerade hier, wo der anstehende Boden oft aus verwittertem Buntsandstein hervorgeht, ist die exakte Korngrößenanalyse zur Bewertung der Verdichtbarkeit unerlässlich. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert uns den direkten Nachweis, ob die im Labor ermittelte Proctordichte auf der Baustelle tatsächlich erreicht wurde. Unser Team führt diese Prüfung seit Jahren auf Baustellen in der gesamten Region durch, von der Neuen Mitte bis zu den Gewerbegebieten in Lehnerz, und kennt die lokalen Bodenverhältnisse im Detail.
Ein fehlerhaft verdichtetes Planum kann Setzungen verursachen, die Jahre später teure Nachbesserungen erfordern – die Sandkegelmethode deckt solche Schwachstellen direkt beim Einbau auf.
Angewandte Methodik in Fulda

Kritische Bodenfaktoren in Fulda
Bei einem Bauvorhaben in der Edelzeller Straße zeigte die Felddichtebestimmung in einer Auffüllung unter der geplanten Bodenplatte einen Verdichtungsgrad von lediglich 92 Prozent – die Vorgabe der Statik lag jedoch bei mindestens 97 Prozent. Ohne diese Kontrolle wäre die Bodenplatten-Gründung auf einem unzureichend verdichteten Polster ausgeführt worden, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu differenziellen Setzungen und Rissen im Estrich geführt hätte. Der Bauherr konnte die Nachverdichtung gezielt anordnen und die zweite Prüfung bestätigte den geforderten Wert. Solche Situationen sind in Fulda nicht selten, denn die natürlich gewachsenen Auelehme neigen bei Wasserzutritt zum Aufweichen, während eingebaute Schottertragschichten bei unsachgemäßer Verdichtung ihre Tragfähigkeit nicht erreichen. Die Felddichtebestimmung ist hier das entscheidende Qualitätswerkzeug, um Mängel zu dokumentieren, bevor sie zum Bauschaden werden.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum im Bereich der Felddichtebestimmung umfasst alle notwendigen Prüfungen, um die Verdichtungsqualität Ihres Erd- und Straßenbaus in Fulda normgerecht zu dokumentieren:
Felddichtebestimmung nach DIN 18125-2 (Sandkegelverfahren)
Die klassische Methode zur Bestimmung der Trockendichte an grob- und gemischtkörnigen Böden direkt auf der Baustelle. Inklusive Entnahme des Materials, Volumenbestimmung und Berechnung des Verdichtungsgrades.
Kontrollprüfung mit Proctordichte-Bezug
Verknüpfung der Felddichtebestimmung mit der zugehörigen Labor-Proctordichte nach DIN 18127. Wir ermitteln den Verdichtungsgrad DPr als Abnahmekriterium für Tragschichten und Verfüllungen.
Dokumentation und Prüfprotokoll
Revisionssichere Prüfprotokolle mit allen relevanten Parametern: Feuchtdichte, Trockendichte, Wassergehalt, Verdichtungsgrad und genauer Lageplan. Akzeptiert von allen öffentlichen und privaten Bauherren in Hessen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren im Raum Fulda?
Für eine einzelne Prüfstelle in Fulda und Umgebung müssen Sie mit Kosten zwischen 110 und 120 Euro rechnen. Der Preis variiert je nach Anzahl der Prüfstellen pro Baustellentag und der erforderlichen Dokumentationstiefe für das Bautagebuch. Bei mehreren Prüfungen an einem Tag reduzieren sich die Kosten pro Messung durch die geringeren Anfahrtskosten in das Fuldaer Becken.
Bei welchen Bodenarten darf das Sandkegelverfahren eingesetzt werden?
Das Verfahren eignet sich besonders für grobkörnige Böden wie Sande und Kiese sowie für gemischtkörnige Böden mit einem Größtkorn bis 63 Millimeter. In den typischen Fuldaer Aueböden mit wechselnden Sand- und Schlufflagen liefert es sehr zuverlässige Werte. Bei bindigen Böden mit hohem Tongehalt, die zum Verschmieren der Prüfgrube neigen, raten wir zu alternativen Methoden wie dem Ausstechzylinder-Verfahren.
Wie lange dauert eine solche Prüfung auf der Baustelle?
Die reine Prüfzeit pro Messstelle beträgt etwa 15 bis 20 Minuten, vorausgesetzt die Prüfgrube ist vorbereitet. Hinzu kommt die Zeit für das Einmessen der Prüfstelle und die abschließende Dokumentation. In der Regel können wir an einem Tag auf mehreren Baustellen in Fulda und den umliegenden Gemeinden wie Künzell oder Petersberg vier bis sechs Prüfungen durchführen.
Welche Norm ist für die Felddichtebestimmung in Deutschland maßgebend?
Maßgebend ist die DIN 18125-2 in ihrer aktuellen Ausgabe vom November 2020. Diese Norm legt das Vorgehen zur Bestimmung der Dichte des Bodens im Feldversuch fest. Ergänzend gelten die Vorgaben der ZTV E-StB für den Straßenbau und die DIN EN 1997-2 für geotechnische Erkundungen, nach denen wir unsere Prüfprotokolle ausrichten.