Im Fuldaer Stadtgebiet prägen die Formationen des Mittleren Buntsandsteins – insbesondere der Volpriehausen- und Detfurth-Sandstein – den Baugrund. Die durchschnittliche Verwitterungstiefe liegt bei etwa 3 bis 5 Metern, darunter stehen mäßig geklüftete Sandsteinbänke mit Einfallwinkeln um 8 bis 12 Grad an. In den quartären Talfüllungen der Fuldaauen treten zudem organische Weichschichten mit Mächtigkeiten von bis zu 4 Metern auf, was bei der Injektionsbemessung eine präzise Abstimmung des Injektionsguts auf das Poren- und Kluftsystem erfordert. Unser geotechnisches Team führt die Bemessung gemäß DIN EN 12715 und EC7-1 (DIN EN 1997-1) durch und greift dabei auf die Ergebnisse der Korngrößenanalyse zurück, um die Injizierbarkeit des anstehenden Bodens rechnerisch nachzuweisen und die erforderlichen Injektionsdrücke festzulegen.
Die entscheidende Kenngröße bei der Injektionsbemessung im Buntsandstein ist nicht der Porenraum, sondern die Kluftweite und deren Vernetzung – das erfordert Erfahrung mit dem lokalen Gebirge.
Angewandte Methodik in Fulda

Kritische Bodenfaktoren in Fulda
Fulda liegt mit rund 70.000 Einwohnern in der seismisch moderat aktiven Zone der Hessischen Senke; das letzte spürbare Beben im Umkreis von 30 km wurde 2014 mit Magnitude 3,2 registriert. Die größere Gefahr für Injektionsarbeiten geht jedoch von den unvorhersehbaren Wasserwegsamkeiten im klüftigen Sandstein aus. Ein plötzlicher Injektionsgutabfluss über eine offene Kluft in mehr als 20 Metern Tiefe kann nicht nur den Materialverbrauch vervielfachen, sondern bei unkontrolliertem Druckaufbau auch benachbarte Bauwerksfundamente anheben. Die Bemessung muss daher immer einen konservativen Volumenansatz mit Redundanzfaktor 1,5 sowie eine Echtzeitüberwachung des Injektionsdrucks und der aufgenommenen Menge umfassen, um Schäden an der dichten Blockrandbebauung entlang der Rabanusstraße oder im Barockviertel auszuschließen.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten Prozess der Injektionsbemessung ab – von der Baugrunderkundung über die Laborversuche bis zur Ausführungsplanung und Qualitätssicherung auf der Baustelle in Fulda und dem Landkreis Fulda.
Laboruntersuchungen zur Rezepturentwicklung
Rheologische Prüfungen (Marsh-Trichter, Kugelharfe), Sedimentations- und Bluten-Tests, sowie Druckfestigkeitsprüfungen an injizierten Mörtelprismen nach 7, 14 und 28 Tagen. Bestimmung der Penetrationsfähigkeit an referenzierten Sand- und Kluftmodellen unter variablen Druckbedingungen.
Numerische Bemessung und Ausführungsplanung
Erstellung des Injektionskonzepts mittels FEM-Simulation (Plaxis / ZSoil) zur Prognose der Ausbreitung des Injektionskörpers im heterogenen Baugrund Fuldas. Festlegung von Bohrlochanordnung, Injektionsdruckstufen und Abbruchkriterien inklusive der geforderten Prüffeldversuche.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kosten entstehen für die Injektionsbemessung eines typischen Einfamilienhaus-Projekts in Fulda?
Der Referenzbereich für diese Leistung in Fulda liegt bei €1.260 - €4.260. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.