Fulda
Fulda, Germany

CPT-Versuch in Fulda: präzise Baugrunderkundung für die Barockstadt

In Fulda sehen wir am laufenden Band, wie die heterogenen Untergrundverhältnisse entlang der Fuldaauen und an den Hängen der Rhön so manche Planung über den Haufen werfen. Die Stadt wächst, und mit ihr der Druck, auch schwierige Parzellen zu bebauen. Eine verlässliche Baugrunderkundung, die nicht mit Unsicherheiten aus den 70ern arbeitet, ist da Gold wert. Genau hier setzt der CPT-Versuch an: eine schnelle, kontinuierliche Drucksondierung, die den Schichtaufbau zerstörungsfrei abbildet und direkt belastbare Kennwerte für die Gründung liefert. Wenn Sie im Raum Fulda auf Auelehm oder verwittertem Buntsandstein aufsetzen, brauchen Sie ein Verfahren, das mit den lokalen Wechselfolgen klarkommt. Wir kombinieren den CPT-Versuch oft mit einer SPT-Bohrung, wenn parallel Proben fürs Labor nötig sind, oder mit der Korngrößenanalyse, um die Klassifikation der Schichten abzusichern.

Ein kontinuierliches Bodenprofil alle 2 cm – mit dem CPT-Versuch erkennen Sie Torflinsen und Tragfähigkeitswechsel im Fuldaer Untergrund, die ein Rammkernbohrstock schlicht verfehlt.

Angewandte Methodik in Fulda

Der CPT-Versuch arbeitet mit einem hydraulisch eingedrückten Messkonus, der in Fulda meist von einem Raupenfahrzeug mit 20 Tonnen Reaktionsgewicht abgeteuft wird. Der Konus selbst hat eine Querschnittsfläche von 10 cm² und misst kontinuierlich den Spitzendruck qc sowie die lokale Mantelreibung fs. In den sandigen Kiesen der Fuldaer Niederterrasse liefert das Porenwasserdruckverhältnis aus qc und fs – abgeleitet als Reibungsverhältnis Rf – eine der verlässlichsten Bodenansprachen, die man ohne Bohrung kriegen kann. Wir setzen elektrische Piezo-Messgeber nach DIN EN ISO 22476-1 ein, ergänzt um ein Inklinometer im Sondierstrang, das Schiefstellungen registriert und die Tiefenzuordnung absichert. In bindigen Böden der Fuldaer Senke messen wir zusätzlich den Porenwasserdruck u, was die Ableitung des undränierten Scherwiderstands ermöglicht. Das System zeichnet alle 2 cm einen Datensatz auf – ein Auflösungsvermögen, das selbst dünne Torflinsen in den Auenböden zuverlässig erfasst, bevor sie in der statischen Berechnung durchrutschen.
CPT-Versuch in Fulda: präzise Baugrunderkundung für die Barockstadt
CPT-Versuch in Fulda: präzise Baugrunderkundung für die Barockstadt
ParameterTypischer Wert
EinsatzbereichLockergestein bis mitteldicht, weicher Fels, bindige und rollige Böden
Maximale Sondiertiefe25 m u. GOK (abhängig von Lagerungsdichte und Reaktionsgewicht)
Messgrößen kontinuierlichSpitzenwiderstand qc, lokale Mantelreibung fs, Porenwasserdruck u (optional)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2013 (Felduntersuchungen, Drucksondierung)
KonusabmessungenQuerschnittsfläche 10 cm², Spitzenwinkel 60°, Mantelfläche 150 cm²
DatenerfassungDigital alle 2 cm Tiefeninkrement, inkl. Inklinometerkorrektur
Referenznorm für Ableitung BodenkennwerteDIN 4094-1 (Baugrund, Felduntersuchungen) und Eurocode 7

Kritische Bodenfaktoren in Fulda

Die DIN EN 1997-2 (Eurocode 7, ergänzende Regeln zu DIN 4020) verlangt, dass der Baugrund so erkundet wird, dass Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit sicher beurteilt werden können. In Fulda ist das besonders heikel: Die quartären Auelehme und Torfschichten entlang der Fulda und ihrer Nebenflüsse wechseln auf kürzester Distanz mit sandigen Kiesen der Niederterrasse und den residualen Verwitterungsdecken des Buntsandsteins. Ein punktuelles Aufschlussverfahren, das alle 2 Meter eine Probe zieht, übersieht in solchen Wechselfolgen schnell eine geringmächtige, aber setzungsempfindliche Weichschicht. Der CPT-Versuch schließt diese Lücke, indem er den Eindringwiderstand lückenlos über die Tiefe abbildet. Gerade bei der Beurteilung der Grundbruchsicherheit unter Einzelfundamenten in Hanglage – etwa an den Hängen westlich der Innenstadt – liefert das durchgehende qc-Profil die Datenbasis, die ein diskontinuierliches Bohrprofil allein nicht hergibt. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 für die Durchführung und Auswertung von Drucksondierungen akkreditiert.

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Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22476-1:2013 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung; Felduntersuchungen; Teil 1: Drucksondierung mit elektrischen und pneumatischen Messwertaufnehmern, DIN EN 1997-2:2010-10 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik; Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4094-1 – Baugrund; Felduntersuchungen; Teil 1: Drucksondierungen; Ergänzende Festlegungen zu DIN EN ISO 22476-1

Unsere Leistungen

Unsere CPT-Versuche in Fulda decken das gesamte Spektrum der Baugrunderkundung ab – von der Vorerkundung für Einfamilienhäuser bis zur Verdichtungskontrolle unter Industrieböden. Je nach Fragestellung kombinieren wir den CPT-Einsatz mit Labor- und Feldversuchen, die die Sondierergebnisse absichern und erweitern.

Statische Drucksondierung CPT nach DIN EN ISO 22476-1

Kontinuierliche Messung von Spitzendruck und Mantelreibung mit elektrischem Messkonus. Inklusive Ableitung der Bodenklassifikation nach Robertson und der undränierten Scherfestigkeit in bindigen Böden. Ideal für Setzungsberechnungen und die Bemessung von Pfahlgründungen in den Flussauen.

CPTu – Drucksondierung mit Porenwasserdruckmessung

Erweiterte Sondierung mit integriertem Piezo-Porenwasserdrucksensor zur Erfassung des Porenwasserdrucks u während der Penetration. Liefert korrigierte Spitzendrücke und ermöglicht die direkte Bewertung von Konsolidierungszuständen, besonders wertvoll in den gering durchlässigen Auelehmen der Fuldaer Talaue.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein CPT-Versuch in Fulda ungefähr?

Für einen Standard-CPT-Versuch im Stadtgebiet Fulda müssen Sie mit einem Richtpreis zwischen 140 und 210 Euro pro laufendem Sondiermeter rechnen, abhängig von der erforderlichen Tiefe und ob mit Porenwasserdruckmessung (CPTu) gearbeitet wird. Die genaue Summe hängt von der Zugänglichkeit des Geländes, der Mächtigkeit rolliger Schichten und der Anzahl der Sondierpunkte ab. Wir kalkulieren Ihre Kampagne auf Basis einer kurzen Vor-Ort-Besichtigung und stellen ein Festpreisangebot, bevor der erste Meter gefahren wird.

Welche Tiefen erreicht der CPT-Versuch im Fuldaer Untergrund?

Mit unserem 20-Tonnen-Raupengerät erreichen wir in den sandig-kiesigen Niederterrassen der Fulda typischerweise 12 bis 18 m, in weicheren Auelehmen und Beckentonen auch 20 bis 25 m. Die Grenze setzt meist eine dicht gelagerte Kiessohle oder die Oberkante des verwitterten Buntsandsteins. Sobald der Spitzendruck über 30 MPa ansteigt und über mehrere Dezimeter nicht abfällt, brechen wir den Versuch ab, um den Messkonus nicht zu beschädigen. Für größere Tiefen oder Festgestein kombinieren wir den CPT mit Kernbohrungen.

Wie schnell liegen die Ergebnisse nach der Sondierung vor?

Die Rohdaten des CPT-Versuchs – Spitzendruck, Mantelreibung und ggf. Porenwasserdruck – liegen direkt nach der Messung digital vor. Unser Bericht mit aufbereiteten Profilschnitten, Bodenklassifikation nach Robertson und abgeleiteten Kennwerten für die Gründungsbemessung geht Ihnen innerhalb von 3 bis 5 Werktagen zu. Bei dringenden Projekten im Stadtgebiet Fulda bieten wir eine 48-Stunden-Expressauswertung an, damit Sie Ihren Statiktermin nicht verschieben müssen.

Abdeckung in Fulda